meinAnwaltsbüro.h i l d e s h e i m


 

Veröffentlichungen
   
Dagmar Beck-Bever 
2003 - Arzthaftungsrecht  
2008 - Wohnungseigentumsrecht
2009 - Medizinrecht / Patientenverfügung 
2010 - Wohnungseigentumsrecht 
2011 - Multiresistente Keime  
2012 - Patientenrechtegesetz
2013 - Leistungsanträge

2017 - Sicherheit durch ärztliche Zweitmeinung
 
 
Arzthaftungsrecht

Wo gearbeitet wird, können Fehler passieren. Das gilt für jeden Beruf - auch für den des Arztes. Noch vor gut zwei Jahrzehnten wurden Komplikationen bei ärztlichen Behandlungen - durch niedergelassene Ärzte oder im Krankenhaus - ganz überwiegend als schicksalhaft hingenommen. Seither hat sich das Bewusstsein der Patienten erheblich gewandelt. Unterstützt durch eine Rechtsprechung, die der Ärzteschaft umfangreiche Aufklärungs-, Dokumentations- und Beweispflichten auferlegt, wird heutzutage viel häufiger nach den Ursachen gefragt, wenn bei einer Behandlung etwas "schief läuft".

Wertvolle Hilfe hierbei leisten - kostenfrei für die Parteien - die in den meisten Bundesländern eingerichteten Schlichtungsstellen für Arzthaftungsfragen. Vorausgesetzt der behandelnde Arzt und seine Haftpflichtversicherung stimmen zu, was in der Regel der Fall ist, kann der Patient bzw. der ihn vertretende Rechtsanwalt den Sachverhalt der Schlichtungsstelle schriftlich vortragen. Die Schlichtungsstelle holt zunächst eine Stellungnahme des behandelnden Arztes und anschließend ein externes, unabhängiges ärztliches Gutachten ein und gibt sodann eine abschließende Beurteilung, in der sie Schadensersatzansprüche entweder für begründet hält oder ablehnt. Im ersten Fall wer-den anschließend Verhandlungen über die Höhe des zu leistenden Schadensersatzes (materieller Schaden sowie Schmerzensgeld) geführt. Scheitern diese oder lehnt die Schlichtungsstelle von vornherein Schadensersatzansprüche ab, steht dem Patienten weiterhin die Möglichkeit offen, vor Gericht zu gehen.

Hat ein Patient sich entschlossen, den Ursachen von bei seiner Behandlung aufgetretenen Komplikationen nachzugehen, sollte er frühzeitig anwaltlichen Rat suchen. Dann ist gewährleistet, dass die Besonderheiten gerade seines Falles in der Fülle der Regelung-gen über die Pflichten der Ärzte einerseits, aber auch der Patienten andererseits, über Beweislast, Verjährung, Bezifferung der Ansprüche usw. herausgearbeitet und der richtigen Weichenstellung zugeführt werden.

Nicht jede Komplikation stellt einen Behandlungsfehler dar. Es gibt - bisweilen tragische - Behandlungsverläufe, die unvermeidbar, also tatsächlich schicksalhaft sind. Aber auch in solchen Fällen trägt der Rechtsanwalt dazu bei, dass der Mandant diese Tatsache leichter akzeptieren kann - wenn nämlich geklärt wurde, dass niemanden ein Verschulden trifft. Im Ergebnis kann man daher jeden Patienten, der Anlass zu der Annahme hat, dass bei seiner Behandlung ein Fehler gemacht wurde, zum Tätig werden ermutigen. Die Zeiten, in denen "eine Krähe der anderen kein Auge aushackt", sind endgültig vorbei.

Auskunft über Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte mit dem Tätigkeitsschwerpunkt Arzthaftungs¬recht erhalten Sie z.B. über den Deutschen Anwaltsverein (Tel.: 01805/181805 - Internet: www.anwaltsauskunft.de) oder die Rechtsanwaltskammer Celle (Tel.: 05141/92820 - Internet: www.rakcelle.de).